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Virtuelle Bundesliga

FOX Players Cup macht's möglich: Erstmals südamerikanisches Flair beim Finale der TAG Heuer Virtuellen Bundesliga

FOX Players Cup macht's möglich: Erstmals südamerikanisches Flair beim Finale der TAG Heuer Virtuellen Bundesliga

Köln - Ausländische Topstars prägten schon immer das Bild der Bundesliga. Seit den neunziger Jahren sind es gerade auch Spieler aus Südamerika, die der Liga ihren Stempel aufdrücken konnten. Da ist es fast schon folgerichtig, dass beim Finale der TAG Heuer Virtuellen Bundesliga in diesem Jahr erstmals ein Gamer aus Übersee mit an den Start geht. Insgesamt zwölf Spieler gingen beim FOX Players Cup in Chile an den Start. Der Sieger ist am kommenden Wochenende mit dabei.

Neben Südamerika wird am Osterwochenende beim VBL-Finale im deutschen Fußballmuseum in Dortmund auch Asien vertreten sein. Das eGG Network und FOX Sport Asia kooperierten beim South East Asia Qualifier der VBL. In der Battle Arena, einem E-Sport-Treff in Malaysia, kämpften gleich 256 Spieler um ein Ticket für das VBL-Finale. Die besten 32 qualifizierten sich für die Hauptrunde, die im K.O.-System ausgetragen wurde. Im Finale duellierte sich der Malaysier Amirul "AmTuah" mit Syakir Kun aus Singapur.

"AmTuah", der die Asean Games for E-Sport 2016 gewinnen konnte, hatte in einem ganz engen Finale die besseren Nerven. In der ersten Partie parierte er kurz vor Schluss einen Elfmeter und hielt so den 3:2-Efolg fest. Im zweiten Spiel führte er früh mit 2:1 und brachte das Ergebnis über die Zeit. Nun hat er die Chance auf die VBL-Meisterschaft. Dafür muss er sich dann am Wochenende lediglich gegen 23 und nicht gegen 255 Gegner durchsetzen.

In Südamerika lief der Wettkampf um den Trip nach Deutschland zur Prime Time im Fernsehen. FOX Players ist eine chilenische Gamingshow, die sich zur besten Sendezeit ausschließlich mit E-Sport befasst. Insgesamt zehn professionelle FIFA-Spieler, ein von FOX Sport ausgewähltes Talent und ein Bundesliga-Fan aus Chile hatte der Sender eingeladen. Und das stark besetzte Teilnehmerfeld sorgte für viel Dramatik. Am Ende konnte sich ein alter Hase der E-Sport Szene durchsetzen. Camilo "Olimaclan" Lara holte bereits bei den Pan-American World Cyber Games 2012 den Titel und wurde im selben Jahr im großen Finale der World Cyber Games immerhin Fünfter.

Der 25-Jährige wählte Bayer Leverkusen und hatte mit Charles Aranguiz einen Landsmann auf dem Feld. Sein Finalgegner Pedro Muller konnte zwar mit Arturo Vidal dagegen halten, aber letztlich setzte sich Lara mit 3:2 gegen Mullers FC Bayern durch. Man darf gespannt sein, wie sich "Olimaclan" am Wochenende beim VBL-Finale schlägt. Im FUT-Modus des Finales muss er sein Team ausschließlich aus Bundesliga-Spielern zusammenstellen und darf nicht mehr als drei Akteure von einem Club auswählen. Sicherlich eine Herausforderung für den chilenischen E-Sportler, der der erste VBL-Sieger von außerhalb des deutschsprachigen Raumes werden könnte.